Keos Baby-Blog

Wir sind draußen

Liebe Familien, liebe Mitleser,

es ist soweit! Die Welpen verlassen das Grundstück. Nachdem wir sie nun einige Tage darauf vorbereiet haben, sind die Welpen nun soweit und verlassen das Grundstück an der Leine. Heute war zum ersten Mal wirklich jeder einmal dran. Wir haben mit Strichliste die Welpen notiert, die dran gewesen sind und wir haben gewissenhaft bis zum 11. Welpen jeden einmal vom Grundstück geführt.

Derzeit gehen die Welpen noch einzeln vom Grundstück. Ende der Woche gehe ich davon aus, dass die Welpen schon in der Lage sein werden im Duo oder Trio mit mir und/oder einem Begleiter das Grundstück zu verlassen für einen kleinen Spaziergang im Park.

Heute war die Tierärztin da. Es hat recht gut geklappt. Insgesamt haben alle elf Welpen bei der Impfung nicht einmal gezuckt. Beim Implantieren des Mikrochips (Spritzen mit einer ca. 3-4mm breiten Spritze) hat Amy großes Pech gehabt. Sie hat sich bereits beim Desinfizieren erschrocken und hat daraufhin auf den Stich der Spritze heftig reagiert und geweint. Auch Tilo und Luca haben ein wenig geweint, aber nicht viel.

Jetzt ist zu hoffen, dass kein Welpe eine übermäßige Immunreaktion haben wird. Tollwutimpfungen werden seit Jahresbeginn von der Stiko im Inland nicht mehr empfohlen. Wer also nicht vorhat mit seinem Welpen in den nächsten Monaten die Grenzen zu überschreiten, kann zunächst von einer Tollwutimpfung absehen. Ich gebe sie meinen Hunden typischerweise um den 6. Lebensmonat herum. Danach frische ich so gut wie gar nicht mehr auf, da der Impfschutz erfahrungsgemäß auch schon nach einer Impfung oft ein Hundeleben lang hält. Hier kann, sollte einmal später die Frage aufkommen, ob Auffrischung sinnvoll ist, die Titerbestimmung helfen.

Anbei noch Fotos von Keo wie sie die Welpen im Garten säugt. Das Bild ist von Samstag, es ist also schon einige Tage alt. Mittlerweile hat Keo abgestillt und gibt keine Milch mehr. Die Welpen dürfen zwar noch kurz Nuckeln, doch darüber hinaus gestattet sie den Welpen den Zugang zum Gesäuge nicht mehr.

Jeder hilft jedem

heute waren Neele und Jana mit Tochter dran bei den Welpenspaziergängen. Gestern haben Sabine, Jaana und Katjas Familie geholfen.

Heute morgen habe ich noch zu Jaana gesagt: „Mal schauen, ob wir morgen mit den Welpen schon rausgehen können.“ Und ja, es hat geklappt. Zusammen mit Neele sind wir mit fast allen Welpen zwischen 10 und 50 Meter vom Grundstück runtergegangen. Besonders gut drauf waren Stella, Boomer und Luca. Luki war extrem abgelenkt, ebenso wie Tilo. Pelle 2 ist freudig mitgegangen. Überrascht hat uns Polly. Polly hat sich immer wieder hingesetzt. Wir haben ihr nicht einmal ein Geschirr angezogen, so komisch war sie.

Hoffentlich ist sie morgen wieder ganz beisammen und die Impfung kann hoffentlich stattfinden.

Es war schön zu sehen wie gut und selbstverständlich die Welpen vom Grundstück runtergegangen sind, wie souverän sie mit Ablenkungen und Umweltreizen wie Autos, Fahrräder oder ähnliches umgegangen sind. Ab jetzt gehen wir mit allen Welpen täglich einmal ein paar Meter spazieren. Wenn es sich weiter so gut entwickelt, können wir sie in einigen Tagen schon zu zweit mitnehmen und kleine Runden in den Park gehen.

Es ist schön, dass jeder jedem hilft und ich auf diese Weise nicht für die Habituierung und Sozialisierung aller elf Welpen zuständig bin, sondern wir das auf unser aller Schultern verteilen. Wir sind jetzt im Endspurt und es passiert jetzt so viel. Hoffentlich gelingt es mir morgen ein paar Fotos vom Tierarzt-Termin zu machen und von unseren kleinen Spaziergängen, damit jeder von euch an diesen frühen Ereignissen teilhaben kann.

Es ist aufregend zu sehen, wie unterschiedlich die Welpen sind. Heute war deutlich zu sehen, dass Luca bspw. ein deutlich ausgeprägter Nasenhund ist. Er war viel mit der Nase unterwegs und lief mehr mit dem Wind als dass er sich auf uns konzentrierte. Beim Gullideckel ist hingegen jeder stehen geblieben und hat ein paar Nasen „Gullideckelgeruch“ gezogen.

Eure Welpen entwickeln sich prächtig und zeigen jetzt schon allesamt, dass sie eine umfassende Sozialisierung und Habituierung genossen haben, die sie angemessen auf das Leben in dieser Gesellschaft vorbereitet hat. Sie zeigen sich gegenüber optischen und akustischen Reizen wie sie in der Menschenwelt häufig vorkommen (Türenknallen, Motorengeräusche, Klingelsignale, vorbeifahrende Autos, …) wünschenswert souverän. Manche schauen viel hin, andere weniger – aber allesamt haben diese Reize offenkundig schon als Hintergrundrauschen gespeichert.

Ich freue mich sehr darauf, dass nun bald die Übergaben anstehen, weil eure Welpen sich genauso entwickeln wie ich es mir für euch gewünscht habe. Meine große Angst ist bei jedem Wurf, dass es nicht gelingt die Welpen im richtigen Alter so zu fordern und zu fördern wie sie es brauchen. Bisher hat sich die gewünschte Entwicklung bei jedem Wurf eingestellt, doch es gibt immer Rückschläge, die auch mich verunsichern. Bei diesem Wurf war es beispielsweise der Umzug, der zunächst misslang und erst im zweiten Schritt zum Erfolg wurde.

Neben der Entwicklung der Welpen kommt hinzu, dass sich jede einzelne Welpenfamilie verantwortungsbewusst und umsichtig auf ihren Hund vorzubereiten scheint. In diesem Sinne schaue ich voll Vorfreude auf die kommenden intensiven Tagen mit den Welpen und den Familien.

Amy, Pelle (1) & Vorfreude

Das Beitragsbild zeigt die Geschirre und Leinen für die Welpen, wie sie in meinem Arbeitszimmer aufgereiht mit Namen versehen hängen und auf ihre Welpen warten.

Noch sind die Geschirre den Welpen zu groß. Wir werden in der Zwischenzeit also etwas kleinere Geschirre verwenden müssen, wenn wir die Welpen in die Welt hinausführen werden. Doch so wie die Kleinen wachsen, werden sie in vier Wochen mit Leichtigkeit die Geschirre vollwertig ausfüllen.

Bis auf Amy/Polly haben haben nun alle Welpen eine Familie gefunden. Wie die Zuteilung mit Amy/Polly laufen wird, klärt sich in den nächsten 24 Stunden.

Gestern haben wir 60. Geburtstag meiner Mutter gefeiert. Da wir dafür den ganzen Tag außer Haus waren, haben wir drei liebe Hundesitter im Haus gehabt, die Welpen und erwachsene Hunde gehütet haben. Begonnen hat der Tag mit einem kleinen Patzer. Amy ist im Spiel mit Soleil in den Haferbrei gefallen. Ihr Fell sah danach anders als vorher aus.

Pelle hat in der letzten Woche eine kleine „Ronja-Einlage“ gemacht. Mehrere Minuten hat er tapfer einen Hähnchenschenkel gegen seine Geschwister verteidigt. Doch am Ende musste er sich geschlagen geben. Mia war die erste, die es geschafft hat, seinen Verteidigungsring zu durchbrechen.

puh! Noch 1 freier Welpenplatz

Ich habe eine Nacht durchgefiebert. So etwas kommt natürlich immer zur Unzeit, aber zur Zeit ist jede Zeit Unzeit, denn mit Welpen ist viel zu tun – und das bleibt so bis der Vorletzte seiner Familie übergeben ist. Boomer bleibt als Einziger länger, bis ca. ende Mai anfang/mitte Juni. Der Welpenabgabemarathon wird also demnächst beginnen.

Doch vorher kommt die noch viel anstrengendere Phase der Sozialisation und Habiutation. Die Welpen werden ihre ersten Spaiergänge draußen machen, wir werden zusammen mit den Welpen rausgehen und die Welt erkunden. Heute sind die Leinen und Geschirre von der Näherin wieder da. Es hat schon etwas von weihnachtlicher Vorfreude wie alle Geschirre mit ihren Namen schon auf ihre kleinen Besitzer warten.

Noch sind die Geschirre zu groß, ich werde daher zum Üben doch noch Geschirre von Ambras Welpen verkleinern müssen. Aber das muss ja nur für 2-3 Geschirre, mehr brauchen wir nicht zum Üben mit den Welpen. Mit mehr als drei Welpen gleichzeitig werden wir das Grundstück nicht verlassen können, solange sie noch so klein sind.

Die letzten Tage waren zudem sehr turbulent und nervenaufreibend. Es hat mit manchen Familien nicht optimal geklappt mit der Zuteilung/Entscheidung für den Welpen. Ich habe bei der Vielzahl der Welpen teilweise ein wenig den Überblick verloren und so manche Familien nicht optimal begleitet und manche Präferenzen aus dem Blick verloren. Es tut mir leid für jede Familie, die aufgrund dessen zwischendurch traurig war oder schwierige Entscheidungen treffen musste.

Das ganze Tohuwabohu hat nun dazu geführt, dass nun erneut ein Welpenplatz frei ist. Für den Moment gilt also: Es ist noch ein Welpenplatz frei. Vermutlich wird es Polly sein, die noch auf der Suche nach einem Zuhause ist, doch das wird sich erst am montag abend klären.

Abgesehen von Mia und Polly haben alle Welpen ihre Familie gefunden. Sogar für Stella scheint sich (endlich) eine Patenfamilie gefunden zu haben. Das ist noch nicht klar, das wird – wie immer – erst der gemeinsame Weg in den nächsten Wochen heraus kristallisieren.

Heute haben wir den ersten Adoptionsvertrag unterschrieben.

Die restlichen Verträge werden wir sukzessive bei den nächsten Besuchen unterschreiben. Große Bitte an die Familien: Bitte überlegt euch wer von den Ehepartnern den Vertrag unterschreibt, da ich sehr darum bitte den Vertrag nur mit einer Person zu unterschreiben, auch wenn sich beide Ehepartner gleichermaßen verpflichtet fühlen. Die Termine werde ich heute abend via Doodle kommunizieren. Aber erst einmal müssen Paul und ich uns für 5 Minuten in den Arm nehmen ohne dass ein Kind brüllt oder ein Welpe, bzw. Hund etwas von uns verlangt.

Turbulenzen

Jetzt wird es eng. Ein Teil der Familien hat ihren Welpen schon erwählt und somit sind nur noch ca. die Hälfte der Welpen „frei“. Je enger es wird, desto schwieriger werden manchmal die Entscheidungen und es braucht viel Gefühl allseitig, um gute Entscheidungen zu treffen.

Reden hilft. Bei der Familie, die heute da war, konnten wir das Missverständnis, dass mit einer Hündin das ständige Risiko des ungewollten Deckakts in der Luft schwebt, beseitigen und haben noch einmal ein ganz neues Verständnis für das Leben mit einer Hündin geschaffen.

Ich habe in diesem Atemzug gleich darüber aufgeklärt, dass eine Sterilisation im Zweifelsfall eine valide Option ist zur präventiven Verhütung. Daher hier noch einmal für alle: Meine Verträge untersagen die Kastration mit weniger als 18 Monaten und bitten um den dauerhaften Verzicht auf die Kastration.

Bisher gab es unter all meinen Welpen nur eine Hündin bei der ich aktiv zur Kastration geraten habe. Die Halterin hat eine Sabbatical gemacht und ist u.a. durch Osteuropa alleine mit der Hündin getourt. Eine läufige Hündin – selbst wenn sie sterilisiert wäre – wäre ein unaushaltbarer Rüdenmagnet in einem Land in dem ggf. viele Hunde streunen. Deshalb war in ihrem Fall die Kastration sinnvoll unter Abwägung aller beteiligten Interessen. Zumal die Kastration erst mit ca. drei Jahren vorgenommen wurde. Das nur am Rande als Idee, dass eine Kastration in Ausnahmefällen durchaus eine valide und zulässige Option sein kann.

Wer sicher gehen will, dass der eigene Hund nicht ungewollt Nachkommen in die Welt setzt kann das, egal ob Hündin oder Rüde, durch eine Sterilisation sicher stellen. Es gibt nicht viele Tierärzte, die Hunde sterilisieren. Die meisten Tierärzte hinken dem Stand der Wissenschaft und Forschung ca. 10 Jahre in ihrem ethologischen Wissen hinterher und glauben tatsächlich, dass Kastrationen entweder vorteilhaft oder, sofern sie Einfluss auf das Verhalten haben, dieser auf magische Weise lediglich vorteilhaft sei. Dem ist nicht so. Es kann unter Umständen für die Psyche des Hundes sehr schädlich sein, wenn er kastriert wird.

Kurz gesagt: Eine Sterilisation ist lediglich die Unfähigkeit zur Fortpflanzung, alle Organe bleiben grundsätzlich intakt. Rüden haben Sperma ohne „inhalt“ und Hündinnen können keine befruchteten Eier aufnehmen. Der Rest bleibt gleich und unbeschadet. Sollten die Familien eine Sterilisation mit ca. 10 bis 12 Monaten wünschen, nenne ich gerne Tierärzte in Hamburg, die nur sterilisieren ohne gleich kastrieren zu wollen.

Eine Hündin ist im Übrigen nur dann willig zur Paarung, wenn sie in der stehenden Hitze ist. Das sind im Durchschnitt ca. 2×10 Tage im Jahr. Die übrigen ca. 340 Tage im Jahr ist die Hündin NICHT empfängnisbereit – selbst wenn ein Rüde aufreitet und die Hündin das duldet, kann dann nichts passieren.

So viel nur kurz vorab. Und bevor ich es vergesse zu erwähnen: Kopulierende Hunde (also Hunde bei denen der Penis des Hundes in die Vagina der Hündin eingedrungen ist und dank der Schwellkörper tatsächlich fest sitzt in der Hündin) dürfen NIEMALS getrennt werden. Allein der Versuch der Trennung bereitet beiden Hunden enorme Schmerzen. Gelingt es durch Gewalt die Hunde voneinander zu trennen, können beide – insbesondere aber die Hündin – schwere innere Verletzungen davon tragen. Wenn Hunde also tatsächlich ungewollt einen Deckakt vollziehen ist das die richtige Zeit, um die persönlichen Daten mit dem anderen Halter auszutauschen und ruhig abzuwarten. Es dauert ca. 15 Minuten bis die Hunde sich voneinander wieder lösen.

Wer einen Eindruck davon haben will, was bei den Rüden passiert, kann auf das obige Bild schauen, das ich beim Deckakt zwischen Balu und Keo gemacht habe. Es zeigt den Penis des Rüden in noch leicht vergrößerter Form. Der Penis des Rüden schwillt in der Vagina um ein mehrfaches seines Volumens an dank der Schwellkörper an.

Jetzt wird es spannend

Fünf Welpen sind fest vergeben. Amy, Bommel, Leo, Boomer und Stella sind ihren Menschen versprochen. Bei den übrigen Welpen werden wir in den nächsten Tagen etnscheiden wer zu wem zieht.

Leo und ggf. ein weiterer welpe werden umbenannt werden in den nächsten Tagen.

Sollte eine Familie das Gefühl haben, dass ich mit dem Namen, den ich dem Welpe kurz nach seiner Geburt gegeben habe, nicht richtig gelegen habe bitte ich darum, dass die Umbenennung so zügig wie möglich stattfindet, damit zeitgleich die neuen Halsbänder, ggf. neue Namen und korrekte Unterlagen ausgestellt werden können für die Adoptionsverträge.

Ab dem Moment, ab dem ihr euren Welpen beim Namen kennt und ihr zu diesem Welpen ja gesagt habt, dürft ihr euren Welpen hochheben und in den Arm nehmen. Bitte tragt sie nicht durch die Gegend, aber kuscheln, auf den Schoß klettern lassen, etc. ist in Ordnung. Jedoch nur für euren eigenen Welpen.

Jede Familie hat das Recht für sich selbst zu entscheiden, welches Verhalten ihres Welpen erwünscht ist und welches nicht (hochklettern ja/nein, etc.).

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein paar Tage der Vorfreude! Am Wochenende kann ich dann für alle Familien die Verträge fertig machen und dann können wir die Termine für die nächsten Wochen auch festmachen. Dann wird es richtig spannend und eure Welpen werden die große weite Welt kennen lernen! Unter anderem werden wir einen Ausflug zur Hundefreilauffläche an der Alster machen!

Dauerpate/Zuchtpate gesucht

Bisher hat sich noch kein Zuchtpate für Stella gefunden. Ich suche eine Familie/Einzelperson/Paar, die Lust haben Stella dauerhaft bei sich aufzunehmen.

Die Grundkosten der Hundehaltung trage ich (Versicherung/Steuer/gesundheitliche Versorgung). Die Kosten der unmittelbaren Versorgung (Fütterung, Ausstattung) trägt der Pate. Stella zieht als Welpe im April zu ihrer Dauerpatenfamilie und lebt mit ihr genauso als sei sie der eigene Hund auf Dauer.

Stella sollte möglichst alle 1-2 Monate mindestens ein Wochenende, gerne auch mal ein paar Tage, bei mir verbringen. Ich stelle der Familie mein Know-How zur Verfügung. Im Alter von ca. 15 Monaten wird Stella untersucht auf Erbkrankheiten. Sollte sie zur Zucht geeignet sein, wird sie bei der nächsten Läufigkeit mit einem passenden Rüden verpaart werden. Ca. zwei Wochen vor der Niederkunft kommt sie dann zu mir und bleibt bei mir bis die Welpen sie nicht mehr brauchen (ca. nach 8 bis 12 Wochen).

Natürlich ist die Familie eingeladen so oft wie möglich in dieser Zeit bei uns/Stella zu sein.

Wichtig ist, dass wir einen freundschaftlichen Draht zueinander finden. Eine Zuchtpatenschaft über mehrere Jahre bereitet nur dann Freude, wenn wir einander vertrauen, uns gerne begegnen und Freude haben an der Zusammenarbeit.

Stella wird maximal drei mal Welpen haben im Abstand von je ca. 1,5 bis 2 Jahren. Nach dem Ende der Zucht ist es gewünscht, dass die Familie das Eigentum an Stella übernimmt und Stella dauerhaft bei ihrer Familie leben kann.

Warum mache ich Zuchtpatenschaften? Zuchtpatenschaften sind ein Gewinn für alle Beteiligten. Für viele Familien ist eine Zuchtpatenschaft ein großer Gewinn. Manche Familie haben Schwierigkeiten die Schutzgebühr für einen Welpen von einem guten Züchter aufzubringen. Andere Familien haben unstete Lebensverhältnisse und trauen sich die volle Adoption eines Welpen nicht zu. Es gibt viele gute Gründe für die Aufnahme eines Dauerpatenhundes.

Für mich ist der Grund der Dauerpatenschaft, dass ich gerne mit mehreren Hündinnen auf hohem Niveau züchten will, doch ich kann aufgrund unserer Lebenssituation nicht so viele Hündinnen halten, wie es erforderlich wäre.

Sollte Stella für die Zucht nicht geeignet sein, können die Paten das Eigentum an Stella frühzeitig übertragen bekommen. Die Paten sind für die Dauer der Patenschaft vor Haltern gleich gestellt – sie sind die Menschen zu denen Stella gehört, auch wenn sie mir „gehört“. Mit Achtsamkeit, Zugewandtheit und Vertrauen kann eine solche Patenschaft für alle erfüllend sein. Ich habe zu keiner Zeit vor das in mich gesetzte Vertrauen einer Patenfamilie zu enttäuschen und bspw. Stella plötzlich zu entreißen o.ä. – gleichzeitig müssen die Paten die Zucht mit Stella akzeptieren. Im Idealfall erfreuen sie sich sogar daran und freuen sich darüber, dass sie mit der Patenschaft zu guter Zucht beitragen und Teil eines Netzwerks sind, das Freude schafft.

Am rande erwähnt: Nun war aber viel Tohuwabohu in der Vermittlung, was ich nicht erwartet habe (was aber tatsächlich bei jedem Wurf passiert und mich jedes Mal aufs Neue überrascht). Die Erwartungen, die ich an zukünftige Halter meiner Welpen habe, sind hoch. Die Treffen, bei denen wir einander besser kennen lernen, verdeutlichen das.

Manchen Familien ist das zu viel und sie merken kurz vor der Zuteilung des Welpen, dass mein Weg doch nicht der Richtige für sie ist. In diesem Fall sind es doch tatsächlich drei Umbesetzungen, die gerade innerhalb von 24 Stunden stattgefunden haben. Damit hatte ich nicht gerechnet, doch nun ist es so. So kommt zu der vielen Arbeit jetzt noch mehr Arbeit hinzu.

Piranhas

Trotz des Titels „Piranhas“ wähle ich für diesen Beitrag ein Titelbild mit einer friedlichen Keo, die zusammen mit ihren Welpen im Innengehege kuschelt. Keo verbringt mittlerweile sehr viel Zeit mit und bei ihren Welpen. Kontaktliegen findet häufig und lange statt. Manchmal muss ich Keo ein wenig helfen und Welpen von ihrem Gesäuge abziehen, die sich von ihren halbherzigen Knurr- und Bellversuchen nicht abschrecken lassen.

Am Freitag haben die Welpen in der Anwesenheit einer Familie zwei rohe Hähnchenschenkel erhalten. Die Bilderserie zeigt sehr schön, wie die Welpen miteinander geteilt haben. Das Teilen war kein wirklich freiwilliger Vorgang. Vielmehr war es so, dass jeder mal den Schenkel gehalten hat und alle Umstehen mal etwas davon abgerissen haben.

Am Ende der ca. fünfminuten „Fresseinlage“ waren die Hähnchenschenkel restlos vernichtet. Restlos bedeutet, dass die Welpen das Fleisch von den Knochen abgenacht/gezerrt haben und die erwachsenen Hunde die Reste inklusive Knochen vernichtet haben.

Bevor sich jetzt jemand aufregt: Hunde können rohe Knochen sehr gut verdauen, egal ob hohle Röhrenknochen oder „normale“ Knochen. Wichtig ist, dass Knochen grundsätzlich roh gegeben werden. Rohe Knochen splittern stumpf, wohingegen durcherhitzte Knochen scharfkantig splittern können und so zu inneren Verletzungen führen können.

Die Fotoserie zeigt sehr schön wie harmonisch das Gerangel abläuft. Fütterung von Fleischstücken im Ganzen stärken die Sozialkompetenzen der Welpen. Es ist gut (und wichtig) für deren Entwicklung im sozialen Gefüge Konflikte miteinander auszutragen, insbesondere um Nahrung. Diese Erfahrungen machen kompetent für ein Hundeleben. Der Irrglaube, dass fleischgefütterte Hunde blutrünstig würden oder durch die Erfahrungen, die sie im Konflikt miteinander machen zu asozialem verhalten beitrügen ist mittlerweile widerlegt. Belegt ist, dass das Gegenteil der Fall ist. Je mehr die Welpen miteinander im Konflikt lernen wie sie sich zu verhalten haben, desto kompetenter können sie später Grenzen setzen, erkennen, akzeptieren und ihr Verhalten einer sozial schwierigen Situationen unter Hunden, ebenso wie Menschen anpassen.

Viel Vergnügen bei der Fotoserie!

Licht am Horizont

Es tut sich viel. Ich habe zwar keine Zeit aktuell zu fotografieren, doch ich werde mich bemühen die nächste Wachphase mitzunehmen und die Bilder nachzureichen, doch ich verspreche nichts.

Morgen kommt eine neue Putzhilfe zum Probeputzen. Die alte Putzhilfe ist offiziell noch angemeldet, ich weiß nicht was mit ihr ist und sie meldet sich beharrlich nicht. Das ist schwierig. Zumal sie zugesagt hatte auch die Geschirre zu nähen nachdem ich sie in den letzten Wochen darin eingewiesen hatte. Nun habe ich auf die Schnelle alles neu organisiert.

Paul holt gerade unser Auto ab, das nun zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen in der Werkstatt war. Wenigstens haben wir nun wieder ein Auto. Die Welpen wachsen und gedeihen prächtig. Mittlerweile ist es so, dass nicht immer Soleil die Oberhand hat im Spiel. Wenn die Welpen richtig wütend werden über ihre grobe Art mit ihnen zu spielen, kommt auch Soleil schon mal in die Defensive -zwar nur, wenn mindestens zwei Welpen sich zusammen tun, doch das kommt schon mal vor.

Keo säugt weiterhin fleißig. Karlas liebe Hilfe mit dem Kochen war nett, doch das Schlimme ist: Sie war ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Welpen sind wie Piranhas. Sie schlingen viel, schnell und wollen mehr. Im Moment koche ich täglich einen Hordentopf (10l) Suppe für die Welpen aus 5 Hähnchenschenkeln und diversem Gemüse dazu. Das gibt es dann in pürierter Form zum Frühstück. Keo säugt die Welpen morgens lange und ausgiebig nachdem sie nun mittlerweile die zweite Nacht im Gehege geschlafen haben. Heute morgen war nur ein Pipi-Fleck im Gehege.

Einmal Kacka war im Wohnzimmer, doch nicht von den Welpen, sondern von Soleil. Die hat es (mal wieder) nicht ausgehalten eine ganze Nacht lang dichtzuhalten. So viel zum Thema Stubenreinheit. Jeder Hund hat da so sein eigenes Tempo…

Wenn ich morgens nicht mindestens zwei mal nachfüttere nach dem Säugen schreien die Welpen ununterbrochen vor Hunger. Das stresst mich erheblich, weil Keo und die Welpen morgens um kurz vor 6 wach sind und ich somit dann Gewehr bei Fuß stehe, damit nicht gleich alle in der Nachbarschaft und im Haus von dem Geschrei geweckt werden. Die Welpen bekommen jedes Mal drei meiner Keramiknäpfe nebeneinander gestellt, damit sich die Trauben gleichmäßig auf die Näpfe verteilen können und nicht einer alles in sich hineinschlingt und viele andere (oder auch nur einer) völlig leer ausgehen. So gehen morgens ca. 2-3 Liter Suppe in die Welpen. Den Rest der Suppe fressen die Welpen und Keo über den Tag verteilt. Dabei kann man sagen, dass Keo ca. 1/3 bis zu 1/2 vom Topf frisst und die Welpen den Rest.

Ich hoffe, dass ich in ca. 10 bis 14 Tagen aufhören kann mit dem Kochen.

Ich koche nur deshalb so viel Suppe, weil
1.) Keo extrem auf Suppe steht
2.) Suppe die gesündeste Zusatznahrung für die Welpen parallel zur Muttermilch ist. Rohes Fleisch ist noch zu schwer zu verdauen, dafür reichen die Magensäfte noch nicht aus. Das sollte erst ca. um die achte Woche herum möglich sein. Insofern hoffe ich in 2 Wochen das lästige und sehr zeitintensive Kochen ENDLICH ad acta legen zu können und dann nur noch mit rohem Fleisch, Obst und Gemüse (roh & gekocht) zu füttern.
3.) Ab der achten Woche gehen wir raus mit den Welpen zur Sozialisierung, Habituierung & Co. Dann werden die Welpen auch schon Leckerchen, also Trockenfutter aus der Hand bekommen. Die Familien sind eingeladen zu den Treffen, die dann ab dem 14. März stattfinden werden, Trockenfutter mitzubringen. Im Idealfall ist das dann Futter für kleine Hunde, das die Qualitätskriterien erfüllt, die ich in der Shoppingliste aufgeführt habe. Leider habe ich es versäumt ausgerechnet dafür Kaufempfehlungen auszusprechen, ihr müsst euch also selber in den Tierläden durchfragen, was die so im Angebot haben.

Und nun Schluss für heute! Ich muss jetzt das Paket zur Post bringen in dem die Geschirre für die neue Näherin sind in der Hoffnung, dass die die fertig abgesteckten Geschirre und Leinen im Turboverfahren näht und zu mir wieder zurück schickt, damit wir sie bald haben.

P.S.: Keo wird langsam immer sportlicher. 2-3x pro Woche trabt sie die Strecke in den Kindergarten und zurück, das sind immerhin ca. 4km pro Richtung, also 8km insgesamt. An den restlichen Tagen läuft sie zwischen 2 und 4km im gemächlichen Tempo. Für eine säugende Hündin ist das beachtlich. Keo entwickelt immer mehr Muskeln und abgesehen von ihrem hängenden Gesäuge eine sportlich chice Statur sodass sie immer mehr wie meine anderen zwei Hunde langsam immer mehr an Sportlichkeit und Wendigkeit zunimmt, obwohl sie vermutlich nie so fit werden wird, wie Ambra, die am liebsten 20km am tag im sportlichen Tempo galoppiert – aber das muss sie auch nicht. Solange ein hund Spaß an der Bewegung hat, ist allesi m grünen Bereich.

Beginn der Vormerkungen

Heute hatte die erste Familie ihr vorerst letztes Treffen vor der großen Zuteilung. Am Samstag war die eine Familie da, die aus dem 5er PLZ Raum kommt da und ist mit dem Gefühl gefahren, dass Bommel zu ihnen passen könnte.

Ich habe schon länger das Gefühl, dass Stella zu mir passen könnte.

Für jede Familie wird ein zu ihr passender Welpe dabei sein und wir werden gute Entscheidungen fällen, wenn wir sie achtsam und gemeinsam fällen. Deshalb beginne ich nun damit Vormerkungen für die Welpen zu notieren, um den Prozess der Entscheidung so transparent wie möglich zu machen.

Die Familien, die noch keine Vormerkung notiert haben, sollen sich jedoch bitte keinen Stress machen. Vorgemerkt sind nur die Familien, die ihr letztes oder einziges Treffen vor der Zuteilung schon hatten und eine Präferenz, bzw. einen Wunsch schon geäußert haben. Es ist für alle Beteiligten einfacher, wenn die geäußerten Wünsche allseitig bekannt sind und jeder die Möglichkeit bekommt zu schauen, was sich für ihn richtig anfühlt. Sollte die Situation aufkommen, dass bei der Entscheidung für einen Welpen zwei Familien Wünsche äußern, werde ich mich bemühen den Dialog allseitig und allparteilich zu führen.

Deshalb bitte ich darum, dass niemand in Panik verfällt, dessen name in den Vormerkungen noch nicht auftaucht. Schaut bitte beim nächsten Treffen, ob und welcher Welpe(n) euch berührt, inspiriert oder ggf. abstoßt und teilt mir das mit. Ein sukzessiver Prozess ist für alle Beteiligten gut und entspannt. Ab Ende nächster Woche werden die Vormerkungen in Zuteilungen gewandelt, also dann, wenn der Dialogprozess allseitig beendet ist.

Heute keine Fotos, erst morgen wieder. Doch ich kann berichten: Die Welpen entwickeln sich prächtig! Sie nehmen die Umwelt mit allen Sinnen auf. Teilweise schlafen sie schon draußen – bei dem schönen Sonnenschein kein Wunder. Mit der Stubenreinheit bin ich mehr als zufrieden. Nachts schlafen sie in meinem Arbeitszimmer, morgens ziehen sie ins Gehege, bzw. in den Garten und verbringen den ganzen Tag dort. Unser Wohnzimmer ist somit – Gott sei Dank! – frei von Pipi und Kacka und wir können inmitten des Welpentrubels ein halbwegs normales und geregeltes Leben führen und straucheln nicht von einer Pipipfütze zum nächsten Haufen.

Heute morgen habe ich das Gehege gesäubert und es war noch immer frei von Pipi und Kacka als die Welpenfamilie um 16 Uhr kam. Zu gestern ist das ein großer Fortschritt. Ich möchte an dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an Karla aussprechen: Karla hat mir ganz lieb am Samstag mehrere Pakete gekochter Suppe vorbeigebracht, die ich den Piranhas (Welpen) zum Fraß hinstelle. Die Welpen stürzen sich dann wie verhungernde Piranhas um die Schalen und wer zu spät kommt, weint bitterlich. Da ich es nicht gut aushalte, wenn die Welpen weinen, stelle ich stets drei Näpfe hin. So bilden sich drei gleichmäßig große Trauben.

Kleine Anekdote: Vor fünf Jahren haten wir einen Wurf von acht Welpen. In diesem Wurf waren sieben Mädels und ein Rüde. Eine der Hündinnen haben wir Ronja getauft. Bei dem Wurf mussten wir stets mindestens zwei Näpfe hinstellen. einen Für Ronja, einen für die anderen Welpen. Ronja war so souverän, dass es ihr mühelos gelang all ihren Geschwistern das Futter streitig zu machen und den gesamten Vorrat für sich zu beanspruchen. Die Verpaarung waren damals zwei Mischlinge – die Varianz der Charaktere war somit deutlich (!) größer als in diesem Wurf.

Ronja bleibt uns mit ihrer unnachahmlich intensiven Art, die sie als Welpe hatte, unvergessen. Ronja war im Übrigen so willensstark, dass sie einmal angefangen hat zu knurren, als mein Mann Paul sie hochgehoben hat, weil sie Müll gefressen hat, der ihr vermutlich nicht bekommen hätte. Sie hat noch mindestens 100m auf seinem Arm weiter geknurrt, weil sie so unzufrieden war über die Behandlung. Natürlich war sie uns gegenüber friedlich und freundlich, doch ihr Unmut, ihr Wille waren so stark wie ich es bis dahin und seitdem nie bei einem Welpen erlebt habe.

Und nun gute Nacht!