Yippieyayooo

Als ich gestern von der Alster zurück nach Hause gefahren bin, hatte ich genau dieses Gefühl: „Yippiyayooo!“

Und das lag nicht etwa daran, dass meine Finger langsam auftauten von der Lüftungswärme unseres umweltschädlichen Dieselmotors, sondern an den tollen Erlebnissen mit „Meinen“ Hunden und „meinen“ Menschen an der Alster. Also wirklich! Ich habe noch nie so tolle Welpenfamilien gehabt wie bei diesem Wurf! Was haben wir aber auch für ein Glück bei unseren drei Welpenfamilien:

Caspar ist nicht nur wunder-wunderschön (da kann dann auch ich wohl nichts für, sondern seine elterliche Genausstattung), sondern klug, lebenslutig, fröhlich, frech, freundlich, konzentriert und aufmerksam in der Kooperation. Er liebt es in die Leinen seiner Geschwister zu beißen, er hüpft wie ein Flummi, strahlt aus den Augen wie die Sonne im Juli und es macht den Eindruck als ob die Lust am Leben bei ihm aus allen Poren nur so herausströmt. Ach was für ein Gottesgeschenk das erleben zu dürfen!

Dann diese ständigen Emails von Nicola! „Mogli ist ja so toll, Mogli bleibt schon alleine, Mogli bringt uns zum Lachen, Mogli pieselt ins Haus.“ Ich bin so glücklich teilhaben zu dürfen, ein wenig mitlenken zu dürfen wie ein Fahrlehrer nur über die Stimme – und mit erleben zu dürfen wie die „Knospe“ erblüht, das zarte Pflänzchen aus Zugewandtheit, Liebe und Gemeinsamkeit zwischen Hund und seinen Menschen.

Und dann ist da Filou, mein kleiner Sorgenspatz, der bei uns eine ganze Zeit in seiner Entwicklung immer wieder einen kleinen Anstoß von mir brauchte. Schnell war (und ist) er verunsichert, überfordert, den Reizen zu sehr exponiert. Dann wieder überdreht er, rüpelt, schubst und macht klare Ansagen an seiner Brüder und Schwester – und alles das fangen seine Menschen mit Zartheit, Geschick, Timing, Geduld und einer guten Portion Erfahrung mit ihrem Sohn auf. Ja was will ich bloß mehr?

Naja, ich will mehr! Wie immer im leben! Ich möchte mehr! Ich will, dass Indie nun auch so ein Zuhause findet: Und zwar bitte endlich und jetzt, jetzt, jetzt! Und ich will, dass Ambra eine Patenschaft oder Menschen findet, die sie so wie sie sind (mit all ihren Flausen und Nala-artigen Damenhumor-Sequenzen) liebt, akzeptiert und nicht verbiegt.

Aber abgesehen von meiner Gier und Lust auf mehr: Ich bin so, so, so glücklich die drei Welpen nun loslassen zu dürfen an ihre Menschen und (sobald meine Zeit es verdammt nochmal zulässt) den Eigentumsübertrag an Nicola, Mona und Nadja fertig machen zu dürfen, damit auch rechtlich die Hunde nun wirklich „ihre“ werden und die Bande zu mir nun langsam immer weniger und weniger werden. Ach ist das schön loslassen zu dürfen und sich dabei zu freuen! Das gehe ich nun still in mich hinein genießen.