Entgiftung

Entgiftung? Bitte was? Viele, die sich mit Gesundheit & Ernährung schon einmal beschäftigt haben, haben bestimmt auch schon einmal dieses Schlagwort aus der Gesundheits-Guru-Branche vernommen. Ich habe es bestimmt schon zigtausendundeinmal vernommen. Konnte aber nie wirklich etwas damit anfangen. Entgiftung? Wie soll denn das gehen? Als Chemikerin (ich hatte mal Chemie-Leistungskurs) stellte ich mir dabei das Herauslösen chemischer Verbindungen mit einem entsprechenden Lösungsmittel vor. Dabei ist es ganz einfach.

Einerseits habe ich es schon immer gewusst. Es kann doch nicht egal sein, dass wir wie die irren Gift, chemische Komplexverbindungen, Antipilz-/ Anti-Insekten-/ Anti-Lebensmittel(!)Giftstoffe auftragen. Es kann nicht egal sein, dass wir mit Giftstoffen putzen, unsere Kleidung bedecken, sie aus Autos emittieren und in alles Mögliche hineinpacken und dann wieder in uns hineinjagen. Es muss doch irgendwie eine Auswirkung jetzt schon auf uns, unsere Körper haben! Sonst wären es doch keine Gifte!

Mir geht es so, dass ich seit über zehn Jahre mit immer wieder mysteriösen chronischen und wiederkehrenden Symptomen zu tun habe. Ich gehöre zu der Liga an still vor sich herleidenden Frauen, die immer mehr abbauen und sich fragen, warum ihr Körper sie in ihren Zwanzigern verlassen kann. Autoimmunerkrankung war eine Diagnose, die mich vor zehn Jahren traf. Autoimmun? Mein Körper greift mich an? Das fühlte sich an, als ob alles an mir falsch wäre und mein Vertrauen in mich, in alles, was mir lieb und heilig war, war ganz schön geknickt.

Ich habe darüber bisher noch nie wirklich gesprochen. Worüber auch? Darüber, dass ich mir selbst nicht mehr traue? Darüber, dass etwas mysteriöses in meinem Körper vorgeht, ich es aber nicht ganz verstehe? Darüber, dass meine Schilddrüse mal spinnt und dann wieder okay ist? Darüber, dass ich mysteriöse Schmerzen im Gehirn, in den Nerven und mal nur auf der linken Seite Nervenkribbeln oder Schmerzen wie einen Ping-Pong-Ball im Unterleib habe? Wie soll ich darüber sprechen ohne in die „die ist bescheuert-Ecke“ gestellt zu werden?

Es ist auch nicht sehr mutig jetzt, wo ich die Antworten auf mein Nichtwissen habe darüber zu reden. Aber es geht mir auch nicht um Mut. Mir geht es um meine eigene Lust und Liebe am Leben! Ich wünsche mir so sehr meine Kinder aufwachsen zu sehen. Jede Mutter, die besorgt ihren Körper angeschaut hat und nach Zeichen von Krebs, dieser muttertötenden Krankheit gesucht hat, kennt diese Angst seine Kinder nicht bei der Schulentlassungs- oder gar Einschulungsfeier sehen zu dürfen.

Es gibt einen Autor, der mein Lotse war auf meinem Weg in mein Jetzt-über-mich-Bescheid wissen. Anthony William hat mich „gerettet“. Er hat mich insofern gerettet als dass er mir den Schlüssel zur Heilung gab, als die Ärzte nur eine Batterie an Tests auf mich loslassen wollten. Ich habe sofort abgewunken und gar nicht erst mit den Tests angefangen, die Eingangsthesen der Ärzte stimmten schon nicht. Sie haben nicht verstanden, dass ich meiner Meinung nach keine „spezifische“ Erkrankung habe, sondern meines Erachtens nach etwas Wesentliches nicht mehr im Gleichgewicht ist / war. Und so war/ ist es auch noch.

Seit zirka drei Wochen habe ich es wirklich geschafft meine Ernährung so anzupassen, dass ich auf einem Weg bin, der meinem Körper hilft die über Jahrzehnte angesammelten Amalgam-Rückstände aus ausgebohrten Füllungen, Pestiziden und Insektensprays, die ich in meiner Jugend in Hülle und Fülle in mich hineingejagt habe wieder herauszuschwemmen. Meine Eltern sind Liebhaber der Moderne und des technischen Fortschritts. Jede neue Impfung musste in mich hinein. Jedes chemische Zauber-Wundermittel kam in unseren Haushalt. Alles wurde mit Chemie abgetötet, einparfümiert und übercremt. Meine Schwester leidet unter den Spätfolgen ähnlich wie ich.

Ich predige allen Hundeleuten, dass die heutige Art Hunde künstlich mit industriell aufgewertetem Müll in Einheitspampe zu Brackets gepresst der sichere Weg ist die Hunde zügig sehr krank zu machen. Ich weiß schon seit über 10 Jahren, dass die Verdauung, die inneren Organe, der Magen und der Darm der Schlüssel in die Gesundheit, zum gesegneten Leben sind. Ich spüre aber erst jetzt an meinem eigenen Körper wie das sich anfühlt in all seinen Facetten.

Eine intakte Magensäure ist das Heiligste, beste was wir haben können, um sicher zu sein vor den vielen Gefahren der Umwelt! Unsere Hunde haben sogar eine noch stärker Magensäure als wir! Lasst uns dieses Heiligtum feiern und nicht es zerstören so zügig wie möglich! Rohe ungekochte Nahrung lässt die Magensäure intakt bleiben, trainiert sie, erhält sie. Bei uns Menschen wie bei den Hunden. Wir Menschen tun gut daran, sie mit viel Obst und Gemüse im Training zu halten. Hunden genügt dafür zu 90% Fleisch. Aber alles, was wir an Obst und Gemüse haben und sie mögen, tut ihnen auch gut. Egal, ob sie die darin enthaltenen Vitamine in ihrer Gänze erschließen oder nicht. Das ist nicht relevant!

Relevant ist, dass wir uns roh und gesund ernähren. Relevant ist, dass wir wieder herstellen, was „Gott“ (die Natur) uns mit auf den Weg gab: Einen heilen und intakten Körper. Und damit meine ich nicht das, was man von außen sieht, sondern das im Verborgenen Heilige versteckte: Das, womit wir Lebensenergie herstellen tagein, tagaus (unsere Verdauung).

Wir haben das Recht unsere einatmenden, aufnehmenden und Lebensenergie herstellenden Organe zuzukleistern mit industriell hergestelltem Pampszeug. Aber es tut uns nicht gut. Es führt uns weg von der Ganzheit, der Heiligkeit rohen lebensspendenden Essen.

Seit über einem Jahr lebe ich im Intervallfastenmodus, dem von Gesundheitsgurus als lebensspendend gepriesenem Ernährungsstil (16 Stunden am Tag fasten und 8 Stunden Nahrungsaufnahme). Es hat mich zwischenzeitig voran gebracht, dann aber kam ich einfach nicht weiter. Ich hatte mit industriell vorverpackten und pasteurisierten Säften „gearbeitet“. Seit vier Wochen entsafte ich jeden Morgen gut einen Liter (also mehr als 10 Äpfel, eine Gurke, zwei Karotten und Selleriestangen) frisch. Manchmal fällt auch noch eine Birne in den Saft mit hinein. Lecker!

Aber lecker ist gar nicht das wichtige Wort. Es ist ein Wort des Genusses, des Schwelgens. Wichtig ist, dass ich merke, wie ich anfange zu leben. Anfangs habe ich noch versucht Selleriesaft separat zu trinken und bin dabei fast umgefallen vor Schwäche. Selleriesaft in seiner Reinstform baut die Magensäure wieder auf, die wir verloren haben in den letzten Dekaden unseres Lebens in der industriellen Vollversorgung. Ich dachte also: „Auf, auf! Her mit dem neuen Leben!“ Ich hatte unterschätzt wie sehr mein Körper verlernt hatte rohe Nahrung zu verdauen.

Drei Tage lang brach ich am Nachmittag vollkommen zusammen. Meine Schleimhäute haben sich 2-4 Stunden nach dieser Kurz völlig verrannt in ihrer Arbeit. Alles, alles in mir tat mir weh. Ich habe gezittert, bin ins Bett und dachte ich sterbe. Für gute sechs Stunden. Und das jeden Tag. Also habe ich das Tempo reduziert, und zwar erheblich. Das ist jetzt über 10 Tage her und jetzt bin ich bei dem Drink, den ich oben genannt habe jeden Morgen mit ein bißchen Sellerie in meinem „Smoothie“, den ich noch mit Algen und Koriander versetze zur Aufnahme und Weiterbeförderung der ausgeschwemmten Giftstoffe.

Zwischenzeitig hatte ich einen Blähbauch, in dem ich von Tag zu Tag merkte wie sich all das „Zeug“ in meinem Körper abwärts bewegte. Gestern ist es „unten“ angekommen. Gestern morgen dachte ich, mir zerspringt mein Enddarm, weil ich das Gefühl hatte all das, was seit Tagen „abwärts“ wandert zersetzt meinen hübschen Popo von innen. Ich lebe noch. Und es geht mir auf der einen Seite von Tag zu Tag besser.

Vor drei Tagen bin ich das erste Mal aufgewacht früh am morgen (06h24) und dachte: „Jippie! Der Tag beginnt!“ Seit Wochen denke ich morgens nur noch „oh Herr, bitte lass mich diesen Tag durchstehen UND meinen Kindern in Liebe begegnen.“ Das ist manchmal gar nicht so einfach bei zwei kleinen Kindern und einem Körper, der ständig „Pause, Pause, Pause!“ funkt wie ein SOS-Morsezeichen. Die Morsezeichen sind tatsächlich weg. Ich liebe mein Leben und ich spüre wie die Energie wiederkommt. Aber es ist eben eine Medaille mit zwei Seiten.

Heute morgen taten meine Nieren und mein Unterleib so weh, dass ich nicht wusste, wie ich gehen soll, bis der erste Kram aus meinem Darm heraus war für den Tag. Jetzt geht es aufwärts und auch schon gut. Gestern hatte ich zwischendurch Taubheitsgefühle in der Lippe wie bei einer Betäubung beim Zahnarzt. Ich merke Schritte für Schritt wie alte Gifte herauskommen, durch meinen Körper wandern und dabei so manche Symptome mit sich Hand in Hand führen. Aber ich spüre auch wie es ein Abschied ist und keine Manifestation. Ich weiß auch wie sich das anfühlte vor einigen Jahren als die „Dinge“ kamen, das war ein sehr anderes Gefühl in meinem Körper.

Mir ist vollkommen klar, dass manch ein Mediziner jetzt stöhnen wird und sagt: „Das kann aber auch so und so eine Ursache haben. Ja, das kann sein. Und sicher ist, dass ich bald sterbe. Bald mag in 20, 30 oder auch 50 Jahren sein. Aber im Spiegel der Unendlichkeit ist es sehr bald. Ich weiß, was sich für mich richtig anfühlt. Und dieser Weg fühlt sich gut, richtig und wie Leben an.

Ich weiß, dass jeder von uns, der ein Herz hat und sich selbst liebt, weiß, was ihm gut tut. Ich weiß, dass jede Mutter, jede Frau spürt, was ihre Kinder brauchen. Jede Mutter weiß bei Geburt ihres Kindes alles und nichts. Wir wissen nichts darüber, was ein Kind wirklich braucht. Wer hat schon Bücher über Bücher studiert in denen alles steht, was ein Kind braucht? Und doch wissen wir alles, wenn wir mit unseren Kindern Arm in Arm sind, wenn wir auf unseren Bauch, unsere Liebe und unser Herz hören. Und genauso ist es auch mit einem Hund.

Niemand braucht einen Hundeexperten. Niemand braucht eine Hundeschule. Alles, was wir zu wissen brauchen ist in uns drin. Alles, was ein Hund braucht, ist in ihm drin. Es braucht nur Liebe, gesunde Ernährung, Intuition, Humor und ganz viel Liebe. Hilfreich ist gutes Material und in kniffligen Situationen ein wenig technisches Wissen. Aber das ist nur hilfreich. Nicht notwendig. Ich habe über 10 Jahre Erfahrung und Fachwissen über gutes Material und effektiv wirkende „kniffe / Techniken“ im Umgang mit Hunden in schwierigen Situationen. Die können helfen, wenn jemand Hilfe möchte. Aber sie sind nicht nötig, wenn ein Mensch sich erlaubt auf sich und sein Hundi zu hören.

Das gilt für alles: Für die Gestaltung des Miteinander, für die Ernährung, für die Gestaltung von Liebe, Beziehung und Leben. Für die Gestaltung von Begegnungen, Bewegung und dem Klein-Klein des Alltags. Liebe ist alles. Love is all you need. Oder: All you need is love.

Und damit beschließe ich meine Ausführungen zum Leben und räume die Küche auf. Denn Liebe ist schön und gut. Aber im Kleinen manifestiert sich die große Liebe im Alltag. Und ich liebe mein Leben, meine Hunde, meine Kinder, meinen Paul und dieses Haus. Es ist unser Leben. Und das ist so schön, dass wir es feiern, jeden Tag sofern wir können und uns nicht streiten, hauen und stechen oder anderweitig im leben verlieren.

Das Leben ist kurz! All you need is love! Nehmt euch in den Arm, fragt wie es euch geht und hört einander zu! Und in der Stille wird es besonders schön, dann wenn nichts mehr gesagt wird, weil alles gesagt ist und nur noch das stille Miteinander verbleibt! Küche ich komme.